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Methodik

Jede Zahl auf diesen Seiten stammt aus einem Datensatz, der offen zugänglich ist, und aus einer Auswertung, die hier vollständig beschrieben ist. Stand 15.10.2026.

Datengrundlage

Quellepiebro/deutsche-bahn-data (HuggingFace), monthly_processed_data
LizenzDaten CC BY 4.0, Deutsche Bahn. Bearbeitung und kommerzielle Nutzung erlaubt, Namensnennung ist Bedingung.
UrsprungDieselben Endpunkte, die auch die App nutzt: StaDa für die Stationsliste, die Timetables-API für Fahrplan (plan) und Änderungen (fchg).
AktualitätVier feste Läufe am Tag, je Sechs-Stunden-Block. Bis zu sechs Stunden Verzug – dafür die vierzigfache Zahl an Bahnhöfen.
Zeitraum2.11.2025 bis 30.9.2026
Ausgewertete Tage312
Ankunftshalte133.805.460
Bahnhöfe5.414
Linien370

Diese Statistik und die Anspruchsprüfung der App sind getrennte Datenbestände. Der offene Datensatz begründet keinen Anspruch; er dient ausschließlich der Fläche. Ansprüche entstehen nur aus eigenen, zeitnah erhobenen Messungen.

Kennzahl

Leitkennzahl ist der Anteil der Ankünfte mit mindestens 20 Minuten Verspätung, nicht die 6-Minuten-Definition der Deutschen Bahn. 20 Minuten ist die Schwelle, ab der ein Verspätungsfall bei einer Zeitkarte überhaupt gesammelt werden darf.

Verspätung gemessen alsIst-Ankunft minus Soll-Ankunft am Halt
Ausfällegetrennt ausgewiesen, nie im Verspaetungsmittel
VerkehrRegionalverkehr; Fernverkehr, Bus, Tram, U-Bahn ausgeschlossen
Anteil ab 20 min2,55 %
Anteil ab 60 min0,160 %
Anteil ab 6 min (Vergleichswert)15,30 %
Ausfallquote4,06 %
Median der Verspätung1,0 min

Der Datensatz führt eine Spalte delay_in_min. Sie beschreibt die Abfahrtsverspätung und wird hier nicht verwendet – am Zielbahnhof gibt es keine Abfahrt. Gerechnet wird stattdessen Ist-Ankunft minus Soll-Ankunft.

Zeitkarten und Regeln

Die Startseite nennt die Werte des Deutschlandtickets. Die Pauschale je Fall und die Frage, ob Fälle ab 20 Minuten gesammelt werden dürfen, hängen von der Zeitkarte ab; Bagatellgrenze und Obergrenze gelten für alle.

Zeitkarteje Fall ab 60 min ab 20 min sammelbar
Deutschlandticket 1,50 € ja
Zeitkarte Nahverkehr (2. Kl.) 1,50 € ja
Zeitkarte Fernverkehr (2. Kl.) 5,00 € ja
BahnCard 100 (2. Klasse) 10,00 € nein
BahnCard 100 (1. Klasse) 15,00 € nein
Bagatellgrenze je Ticketmonat4,00 €
Obergrenze je Zeitkarte25 % des Preises
Frist3 Monate nach der VO (EU) 2021/782, Art. 28; die DB bearbeitet Anträge bis 12 Monate nach der Fahrt (Kulanz, „bis auf Weiteres")

Beträge und Sammelregel sind die Entschädigungsbedingungen der DB für Zeitfahrkarten (Art. 19 Abs. 2 VO (EU) 2021/782); die Bagatellgrenze darf nach Art. 19 Abs. 8 höchstens 4 € betragen. Das Deutschlandticket gilt als erheblich ermäßigtes Beförderungsentgelt nach § 3 EVO; ein Ausweichen in den Fernverkehr bei Verspätung ist damit ausgeschlossen (die DB verweist auf § 11 Abs. 2 EVO). Nach Art. 19 Abs. 10 entfällt die Entschädigung bei extremen Witterungsbedingungen, großen Naturkatastrophen und schweren Krisen der öffentlichen Gesundheit. Quellen: bahn.de „Rechtliche Regelungen" und FAQ Deutschland-Ticket, Stand 11. September 2026.

Schwellen und Ausschlüsse

Mindestfallzahl je Linienrichtung 20 Ankünfte am Tag (6.240 im Zeitraum)
Vollständige Abdeckung ab2.11.2025 (davor nur die größten Bahnhöfe)
Verworfene Tage22
Unplausible Werte1.724
Halte ohne eindeutiges Linienlabel 86.163

Bekannte Lücken

Ausgefallene Erhebungsläufe

Beim Erzeuger des Datensatzes fallen einzelne Sechs-Stunden-Läufe aus. Ein Tag mit halber Abdeckung verzerrt jede Quote, deshalb zählt die Auswertung je Tag die belegten Stunden und verwirft Tage unter 20 von 24. Diese Tage sind aus allen Zahlen dieser Seiten ausgenommen:

Tagbelegte Stunden
23.11.202519 / 24
2.2.202619 / 24
16.3.202619 / 24
8.4.202613 / 24
3.7.202619 / 24
4.7.202619 / 24
5.7.202619 / 24
6.7.202619 / 24
7.7.202619 / 24
8.7.202619 / 24
9.7.202619 / 24
10.7.202619 / 24
12.7.202619 / 24
13.7.202619 / 24
19.7.202619 / 24
20.7.202619 / 24
21.7.202619 / 24
22.7.202619 / 24
23.7.202619 / 24
24.7.202619 / 24
26.7.202619 / 24
1.10.20261 / 24

Die Karte zeigt keine Gleise

Der verwendete Fahrplandatensatz enthält keine Streckengeometrie. Ein Abschnitt ist deshalb eine gerade Verbindung zwischen zwei Bahnhöfen, kein Gleisverlauf. Für eine Einfärbung nach Verspätung genügt das; als Aussage über den tatsächlichen Streckenverlauf wäre es falsch.

Warum Abschnitte und nicht Linien

Eine Linienrichtung ist kein durchgehender Weg. „RE1 nach Potsdam“ umfasst Fahrten aus Magdeburg, aus Frankfurt (Oder) und durch Berlin. Wer daraus einen Streckenzug macht, zeichnet Verbindungen, die niemand fährt. Die Karte zeigt deshalb nur Abschnitte, die tatsächlich zwischen zwei aufeinanderfolgenden Halten befahren wurden – jeder mindestens 500-mal im Zeitraum.

Nicht jeder Bahnhof landet auf der Karte

Bahnhöfe werden über ihren Namen mit dem Fahrplandatensatz abgeglichen. Viele Ortsnamen gibt es in Deutschland mehrfach; welcher gemeint ist, entscheidet die Lage der Nachbarbahnhöfe im Netz. Wo das nicht gelingt, fehlt der Bahnhof in der Karte – in allen Quoten zählt er weiter mit.

Uneinheitliche Liniennummern

Der Datensatz schreibt Liniennummern mal mit, mal ohne Gattung („S1“ und „1“ für dieselbe Linie). Sie werden vereinheitlicht, wo die Gattung nachweislich ein Linienpräfix ist. Wo nur ein Betreiberkürzel vorliegt, bleibt das Label leer und der Halt taucht in Rangliste und Karte nicht auf; das betrifft 86.163 von 133.805.460 Halten.

Gleiche Liniennummer, verschiedene Regionen

Eine Nummer wie „S1“ gibt es in mehreren Städten. Deshalb wird immer nach Linie und Richtung ausgewertet: das Ziel trennt die Linien voneinander.

IC-Linien im Nahverkehr

Einige als IC vermarktete Linien werden vom Betreiber als Nahverkehrszug geführt und sind mit Nahverkehrstickets nutzbar. Sie tragen in der Rangliste ihr IC-Label, gehören aber nach der Gattung des Zuges zum Regionalverkehr – nach derselben Einstufung, die auch über einen Entschädigungsanspruch entscheidet.

Vergleich mit der amtlichen Quote

Die Deutsche Bahn weist für den Regionalverkehr 2025 88,7 % Pünktlichkeit aus. Diese Auswertung kommt auf 84,70 % Ankünfte unter sechs Minuten. Die Differenz hat erkennbare Gründe: hier zählen alle Regionalbetreiber, nicht nur DB Regio, und der Zeitraum ist ein anderer. Die Größenordnung stimmt überein – das ist der Prüfstein dieser Auswertung.

Nachvollziehbarkeit

Alle Zahlen entstehen aus zwei Skripten (dbopen_build.py, dbopen_stats.py) und liegen als JSON offen. bahnhoefe.json enthält die Kennzahl je Linie und Bahnhof – nicht dasselbe wie der Linienwert, der über alle Halte eines Zuglaufs mittelt:

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